... Ortsteile der Gemeinde Obergurig ...




Schwarznaußlitz




Schlungwitzer Straße 20


Wohnstallhaus. Obergeschoß und Giebel Fachwerk, verbrettert, Oberlaube; mit Nr. 30 das letzte weitgehend erhaltene Haus mit Holzkonstruktion im Ort

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Schlungwitzer Straße 30


Wohnstallhaus eines Zweiseitenhofes. Obergeschoß und Giebel Fachwerk, verbrettert, Oberlaube; mit Nr. 20 das letzte orginal erhaltene Gebäude mit Holzkonstruktion im Ort

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aus der Geschichte des Ortes Schwarznaußlitz


1241 wird Schwarznaußlitz erstmals erwähnt.

Die Flur des Ortes liegt am Nordhang des nördlichen Gebirgszuges zwischen dem "Gipfel" des kleinen Picho (ehemals 456 m) und dem Spreetal (220 m).

Schwarznaußlitz zeigt im Gegensatz zu Weißnaußlitz eine kolonialzeitliche Dorfform, doch die Flur war in Blöcke geteilt.Vielleicht gehörte es zu den spätslawisch - kolonialzeitlichen Siedlungen des Bautzener Gebietes.

Dieses Nozzedlicz (1317) besaß 1430 den Zusatz "Swarzen". In Dorfnähe lag der nachmals domstiftliche Wetzker Wald. Heute ist nur der Name des westlich anschließenden Bärwaldes bekannt.

Das meißnische Dorf gehörte bis 1843 ins Amt Stolpen. Von den 9 Bauern (1559) waren 6 den Herren auf Gaußig zinspflichtig und 3 dem Domstift zu Budissin. Von Hofediensten kauften sich die 6 Bauern 1666 frei, als die Gerichtsbarkeit auf das Rittergut Steinigtwolmsdorf übergegangen war, 1801 lösten sich auch die übrigen Bauern gegen Zahlung von 300 Talern. 1835 wurde der Ort nach Großpostwitz umgepfarrt.

Das sorbische Bauerndorf Schwarznaußlitz wuchs in seiner Einwohnerzahl erst, als sich im Spreetal Industriebetriebe entwickelten. Es ist größtenteils Arbeiterwohnort.


geschichtliche Zeittafel


1241

erste Erwähnung unter der Bezeichnung Nowossedlich, d.h. Neusiedlung. Nowazodlicz, Nowozodliz, Nowosedlicz


1317

Benennung als Nozzedlicz, es bleibt unklar ist Rot-, Schwarz- oder Weißnaußlitz gemeint


1430

erstmals der Zusatz Schwarzcen, Nusselicz, Swarczin Nusselwicz


1433

erwähnt als Swarteze Nawsselwitcz


1437

erwähnt als Zwarcze Nawsslicz


1470

erwähnt als Swartcze Nawsselwitcz


1521

erwähnt als Schwarcze Nawselitz


1551

erwähnt als Nauselwitz


1555

erwähnt als Schwartz Naußlitz


1559

es leben 31 Einwohner in Schwarznaußlitz


1588

erwähnt als Schwartznaußlitz


1590

Loskauf der Bauern vom Hofedienst


1666

Benennung als Schwarznaußlitz


1666

Freikauf von 6 Bauern für 2600 meißnische Taler vom Frondienst


1704

Ludwig Gerhard Trübner, Kindlehrer, unterrichtet in seiner Wohnung


1759

erwähnt als Schwarz Nauselitz


1777

eine statistische Zählung ergab 31 Besitzer


1801

Befreiung aus erblicher Gerichtsbarkeit für 300 Taler, der Rest kauft sich frei vom Frondienst


1843

Schwarznaußlitz gehört nicht mehr zum Amt Stolpen


1858

erhielt das erste Haus ein Schieferdach, früher Familie Sobe - jetzt Am Bärwald Nr.9


1871

eine statistische Zählung ergab 208 Einwohner


1875

Gründung einer Ortswehr als Pflichtfeuerwehr, sie erhielt eine vierrädrige Handdruckspritze


1901

Eröffnung der Gaststätte Max Haufe


1904

Bau des Schießstandes Bärwald


1907

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr


1908 - 09

erhielt das Dorf ein Gleichstrom - Netz


1925

Gründung einer Bullengenossenschaft mit den Orten Mönchswalde und Obergurig


1925

es lebten 459 Einwohner im Ort


1926 - 1927

erhielt das Dorf eine Wasserleitung


1933

Einweihung des Lutherdenkmales am Dorfteich


1936

Schwarznaußlitz wurde Ortsteil der Gemeinde Mönchswalde


1951

Schwarznaußlitz wurde Ortsteil der Gemeinde Obergurig


1976 - 1977

Bau des Feuerwehrgerätehauses


1995 - 1996

Bau der Teichkläranlage und somit die Einleitung von häuslichen Abwässern möglich


1996

Abwassererschließung des gesamten Ortes


1998

im Mai Fahnenweihe der Feuerwehr


1999

Fahrzeugweihe des neuen Löschfahrzeuges für die Gemeindefeuerwehr


2002

leben im Ortsteil 394 Einwohner

Neugestaltung des Dorfplatzes Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses